Das Dorf Elten in der Wikipedia

„Elten ist ein Stadtteil der Stadt Emmerich am Rhein in Nordrhein-Westfalen. Elten hat eine Fläche von rund 9 km² und 4.731 Einwohner, von denen eine nicht unbedeutende Minderheit Niederländer sind. Es liegt am Niederrhein in unmittelbarer Nähe zu den Niederlanden an der Autobahn A 3 vom Ruhrgebiet nach Arnheim.“

Zum Wappen (Quelle: Wiki)
„Bedeutung: Der Reichsadler steht für das Reichsstift Elten, das seit dem 10. Jahrhundert bis 1834 auf dem Eltenberg stand. Schwert und Zepter stehen für die eigene Gerichtsbarkeit des Stiftes. Das Rot und die silberne Bordüre sind abgeleitet vom Zingulum (Gürtel), das die Nonnen trugen. Der Dreiberg steht für den Eltenberg und das der blaue Schildfuß für „Die Wild“, einem früheren Rheinarm.“

„Im Jahr 884 wurde das Hamaland in eine nördliche und eine südliche Grafschaft geteilt. Zur südlichen Grafschaft gehörten die Kastelle Hauberg, Eltenberg sowie der Ort Elten. Auf dem Eltenberg war eine Grafenburg erbaut worden, in der Graf Wichmann residierte. Die Grafenburg muss von ansehnlicher Größe und Ausstattung gewesen sein, denn im Jahr 944 besuchte dort König Otto I. mit seinem Gefolge seine Verwandten.“

„Zur Förderung des Kirchbaues bestimmte Graf Herrmann von Zutphen zwischen 1051 und 1054, dass die Einkünfte der Kirche von Zevenaar an Zins und Getreide solange der Kirche zu Niederelten zufließen sollten, bis diese erbaut sei. Bereits zu dieser Zeit spielte der kleine Ort Elten im Handel und Verkehr am Niederrhein schon eine beachtliche Rolle. Der alljährliche örtliche Vitusmarkt wurde bald weit und breit berühmt.“

Natürlich könnte noch eine Vielzahl von Fakten aufgezählt werden, wir machen jedoch einen Sprung, übergehen den Hopfenanbau, führen auch die Blütezeit Eltens bestimmt durch das reichsunmittelbare Damenstift und den Vitusmarkt ´nicht weiter aus. Erwähnt sei der Brand im Jahr 1719, der weite Teile Eltens vernichtete.

Am 6. Juni 1802 nahm Friedrich Wilhelm III. von Preußen  Stift und Abtei Elten als Entschädigung für die an Frankreich gefallenen Gebiete westlich des Rheins in den Besitz des Staates.

„Mit der Säkularisation verlor das Stift Elten seine Reichsunmittelbarkeit. Kurz bevor die Franzosen Herr über Elten wurden, wurden dem Ort am 15. Februar 1806 durch den preußischen Staatsminister Graf von Schulenburg alle besonderen Rechte, die Elten jahrhundertelang unter der Regierung der Äbtissin gehabt hatte, abgesprochen.“

Napoleon verfügte am 18. März 1811 die vollständige Aufhebung des Stiftes und der Abtei auf dem Eltenberg und setzte damit den Schlussstrich unter eine Epoche von achteinhalb Jahrhunderten. Alsbald scheiterte Napoleon 1812 im Russlandfeldzug und floh in Eilmärschen nach Westen. Der Weg führte auch über Elten. „Dort traf Napoleon mit dem Volontär der Eltener Stadtverwaltung, Andreas Jansen, zusammen, der perfekt Französisch sprach, weil seine Mutter eine Französin war. Man erzählt, Napoleon habe sich in Elten im heutigen Haus Het oude Posthuis aufgehalten.“

1834 wurde die Stiftsgebäude bis auf die Kirche, den Drususbrunnen und zwei ehemalige Abtissinnenwohnungen abgerissen.

„1856 wurde Elten mit einem ersten Bahnhof an das Eisenbahnnetz (Hollandstrecke) angeschlossen. Ab 1865 führte auch die Eisenbahnlinie Zevenaar – Kleve über Elten. Kurz danach wurde das Krankenhaus errichtet. Um 1900 verfügte Elten bereits über ein eigenes Elektrizitätswerk, eine Straßenbeleuchtung und ein Lehrerseminar, das für die Gemeinde große wirtschaftliche Bedeutung hatte.“

Zum ersten Weltkrieg berichtet Wikipedia nichts, der Straßenname: Der englische Hügel und einige noch sichtbare Schützengräben zeigen, dass hier noch Informationen ergänzt werden können.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges waren alle Wohnhäuser auf dem Eltenberg unbewohnbar. St.Vitus war bis auf den halben Kirchturm zerstört.

„Elten liegt in einem Gebiet, das von jeher in drei Richtungen von den Niederlanden umgeben ist. Aufgrund der Möglichkeit, wichtige infrastrukturelle Verbesserungen und verkehrstechnische Erleichterungen zu erreichen, wurde dieses Gebiet – wie ca. 20 weitere deutsche Gemeinden unterschiedlicher Größe – am 23. April 1949 vorläufig dem niederländischen Hoheitsgebiet zugeschlagen, während man unterdessen eine definitive Friedensregelung mit dem besiegten Deutschen Reich abwartete. Die Gemeinde bildete ein niederländisches Drostambt. Für Elten bot die Sonderstellung ungeahnte Vorteile: niederländische Fördermaßnahmen und Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, um die Grenzkorrekturgebiete an sich zu binden. Der Fremdenverkehr boomte. Viele Niederländer besuchten den Eltenberg.“

„Die Rückgliederung am 1. August 1963 nutzten findige Geschäftsleute zu einem Coup, der als „Eltener Butternacht“ bekannt wurde: Aus allen Teilen der Niederlande fuhren LKW in den Ort, beladen mit zollpflichtigen Waren. Um Mitternacht wurden mit Elten auch die rollenden Butterberge bundesdeutsch, ohne dass Zoll auf die so eingeführten Waren erhoben wurde.“

Bis 1974 war Elten noch selbständig und wurde am 1. Januar 1975 nach Emmerich eingemeindet.

„Der hochpreisige niederländische Immobilienmarkt sowie steuerliche Anreize haben dazu geführt, dass seit 1999/2000 in großem Umfang niederländische Neubürger in Elten wohnen. Im Jahr 2007 wurden 57 Prozent der Käufe in Elten von Niederländern getätigt.“

„Obwohl seit 1975 ein Ortsteil der Stadt Emmerich, verfügt Elten über ein modernes Schulzentrum mit einer Kleinschwimmhalle, einen großzügigen Sportplatz, Tennisplätze, zwei Kindergärten, das Kolpinghaus/Kulturzentrum, zwei Altenheime (davon ein großes Altenheim mit Altenpflegestätte), vier Ärzte, eine Apotheke, eine Bankfiliale sowie eine Sparkassenfiliale, drei Hotels, mehrere Gaststätten, drei SB-Märkte und einige Einzelhandelsgeschäfte; darüber hinaus findet jeden Freitag ein Wochenmarkt auf dem Eltener Marktplatz statt – bei einer Einwohnerzahl von 4.731 (Stand 2008) eine hervorragende Infrastruktur, die ihresgleichen sucht. Dass dies so ist, hängt einerseits mit der Grenzlage zu den Niederlanden zusammen, hat andererseits aber auch mit der Geschichte, dem Wald, dem Autobahnanschluss und mit der Tatsache zu tun, dass Elten ein staatlich anerkannter Erholungsort mit einigen Freizeiteinrichtungen auf dem Eltener Berg ist.“

Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Elten
Bilder:  http://www.freizeit-karte.de/index.php?id=401

 

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